Digitale Zugänglichkeit

Menschen mit Behinderungen stoßen oftmals auf Barrieren, nicht nur generell bei der Benutzung des Computers, sondern auch beim Surfen im Internet.

In Europa leben über 80 Millionen Menschen mit Behinderungen, die einen erleichterten Zugang zu Internetseiten und mobilen Applikationen brauchen. Aus diesem Grund hat der Europarat am 18. Juli 2016 eine verschärfte Verordnung zur Barrierefreiheit von Webseiten und Applikationen der öffentlichen Verwaltung erlassen.

Auch in Italien gibt es bereits seit dem Jahre 2004 das sog. „Stanca Gesetz“ (Gesetz vom 9. Jänner 2004, Nr.4, aktualisiert vom Gesetzesdekret 106/2018) mit Richtlinien zur Erleichterung des Zugangs zu digitalen Informationen für Menschen mit Beeinträchtigungen. Ziel des Gesetzes, das auf dem verfassungsrechtlichen Prinzip der Gleichheit beruht, ist es digitale Barrieren abzubauen.

Das Gesetz enthält folgende 3 Hauptrichtlinien:

  • Alle Internetseiten der öffentlichen Verwaltung sowie alle privaten Internetseiten müssen barrierefrei sein.
  • Alle didaktischen Unterlagen und Schulmaterialien müssen barrierefrei gestaltet und für alle benutzbar sein.
  • Das Gesetz definiert klare allgemeine verbindliche Regeln. Für die effektive Anwendung dieser Regeln wird auf eine Regierungsverordnung verwiesen, welche die verschiedenen juristischen Bereiche betrifft sowie auf ein Ministerialdekret, welches die Kriterien für die Barrierefreiheit von Internetseiten festlegt.

Bewertung der barrierefreien Zugänglichkeit von Webseiten

Mit Beschluss des CNIPA vom 15. September 2005 wurde ein nationales Verzeichnis anerkannter Prüfstellen für die digitale Barrierefreiheit eingerichtet, in welches unser Webcenter im Jahre 2017 offiziell aufgenommen wurde. Dies war eine der wichtigsten Anerkennungen, die unsere Genossenschaft in ihrer zwanzigjährigen Tätigkeit erhalten hat. Mit Inkrafttreten der neuen Richtlinien für die digitale Zugänglichkeit von IT-Tools wurde das Album der anerkannten Prüfstellen von AgID - Agenzia per l'Italia Digitale 2020 gemäß Artikel 2, Absatz 2 des Gesetzesdekrets 106/2018 abgeschafft.
Als erfahrenes 
Kompetenzzentrum im Bereich der digitalen Barrierefreiheit bietet independent L. im Bereich der digitalen Zugänglichkeit weiterhin Beratungs- und Schulungsaktivitäten zum Thema Web-Accessibility an.

An wen wenden wir uns?

Lokale Behörden, Gemeinden, Provinzen, Regionen, kommunale Unternehmen, öffentliche Hilfs- und Rehabilitationseinrichtungen, private Unternehmen, die Konzessionäre öffentlicher Dienstleistungen sind, Transport- und Telekommunikationsunternehmen mit einer überwiegenden Beteiligung öffentlichen Kapitals, IT-Dienstleistungsunternehmen.

Die Beratungsleistung erfolgt in zwei Schritten:

Um die digitale Zugänglichkeit zu bewerten, führen wir eine erste objektive Analyse mit Hilfe von Software-Programmen und technischem IT-Personal (Programmierer, Webentwickler, Webdesigner) durch. Anschließend wird eine zweite subjektive Analyse gemacht, für welche eine Arbeitsgruppe von Experten eingerichtet wird. In das Bewertungsteam wird ein Sozialarbeiter, ein Computer-Hilfsmitteltechniker, eine Person mit Sehbehinderung, eine Person mit motorischer Behinderung (Tetraplegie) und eine ältere Person einbezogen.
Nach Abschluss der auf der Website vorgesehenen Kontrollen wird ein detaillierter Bericht über die aufgetretenen Fehler und/oder Schwierigkeiten erstellt und etwaige Verbesserungsvorschläge werden aufgelistet, um allen potenziellen Nutzern einen erleichterten Zugang zur überprüften Webplattform und deren Nutzung zu gewährleisten (Inclusive Web Accessibility). Nachdem von Seiten des Klienten schließlich die notwendigen Anpassungen/Änderungen zur Lösung der dokumentierten Probleme vorgenommen werden, wird eine letzte abschließende Kontrollanalyse durchgeführt.

Unser Webcenter bietet eine zwanzigjährige Erfahrung

Sozialgenossenschaften verfolgen generell das Ziel, die Bedürfnisse der Gemeinschaft zu erfüllen, unter besonderer Berücksichtigung der schwächsten Bürger.

Insbesondere befassen sich die Sozialgenossenschaften des Typs B (wie independent L.) mit der beruflichen Eingliederung von benachteiligten Personen.
So ist auch unser Webcenter aus der Absicht heraus entstanden, Menschen mit einer körperlichen Behinderung die Möglichkeit zu geben, in einem professionellen Umfeld zu arbeiten und ihre Kompetenzen zu entfalten. 

Der „Kurs für Informatikfachkräfte”, der sich zu Beginn an Anfänger richtete, hat sich über die Jahre bis zur heutigen Form gewandelt und beinhaltet heute ein umfassendes Ausbildungsangebot, das von Experten mit zwanzigjähriger Erfahrung gewährleistet wird.

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Gesundheitsmagazin

21 November 2017
Am Dienstag, den 21. November war das “Gesundheitsmagazin” von RAI Südtirol für Dreharbeiten zu Besuch in unseren Büros, um einen Bericht über unser Beratungszentrum für assistive Technologien zu machen.

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WebCenter

Wir entwickeln und realisieren Internetseiten mit responsive Webdesign unter Verwendung der neuesten Technologien und Richtlinien für eine barrierefreie Seitennavigation!

Auf internationaler Ebene hat das World Wide Web Konsortium (kurz W3C) Leitlinien für die Zugänglichkeit der Schnittstellen im Internet ausgearbeitet, die dann zum geltenden ISO-Standard wurden und von der Europäischen Kommission als Empfehlung an die Mitgliedstaaten übernommen wurden. 

Das Hauptziel dieser Leitlinien ist die Förderung der Barrierefreiheit, indem die Entwickler von Inhalten nicht davon abgehalten werden, Fotos, Videos usw. zu verwenden, sondern vielmehr darüber aufgeklärt werden, wie multimediale Inhalte für ein breiteres Publikum bereitgestellt und nutzbar gemacht werden können.

Besuche unsere Internetseite www.webcenter.bz.it für weitere Informationen!

Kontakt: 0473 010850

Dr. Günther Ennemoser
Bereichsleiter guenther.ennemoser@independent.it
Diego Visintin
Web-Designer
diego@independent.it
Christian Dosser
Web-Designer
christiand@independent.it