Grenzüberschreitendes Projekt entwickelt neue Technologien für einen inklusiven Tourismus für alle

31 Oktober 2019

Im Meraner Kurhaus hat am 24. Oktober 2019 das dritte offizielle Projekt Meeting des grenzüberschreitenden Interreg Projekts Italien-Österreich mit dem Namen „GATE - Granting Accessible Tourism for Everyone“ stattgefunden.

Gruppenfoto Projekt Gate

Vorne von links nach rechts: Enzo Dellantonio (Präsident independent L.), Valentin Schroffenegger (Amt für Naturparke), Andrea Rossi (Vizebürgermeister Meran), Enzo Coco (Vizepräsident Kurverwaltung Meran), Fabiana Polli (Projektleiterin bei der Stiftung Dolomiten UNESCO) und die Vertreter der Projektpartner von GATE.

Vertreter der beteiligten Alpenregionen Trentino-Südtirol, Veneto, Tirol und Salzburg haben sich heute zum dritten offiziellen Projektmeeting von GATE im Meraner Kurhaus getroffen, um im Beisein des Meraner Vizebürgermeisters Andrea Rossi, des Vizepräsidenten der Kurverwaltung Meran Enzo Coco und Dr. Valentin Schroffenegger in Vertretung für Maria Magdalena Hochgruber Kuenzer - Landesrätin für Raumordnung, Landschafts- und Denkmalschutz, Verwaltungsratsmitglied der Stiftung Dolomiten UNESCO für Südtirol - über die Fortschritte des grenzüberschreitenden Interreg Projekts zu sprechen. Ziel des Projekts ist es neue Technologien für einen inklusiven barrierefreien Tourismus für alle in Naturgebieten zu entwickeln.

Das Projektmeeting wurde von independent L. ONLUS, dem von der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol anerkannten Meraner Kompetenzzentrum für assistierende Hilfsmitteltechnologien, in Zusammenarbeit mit der Stiftung UNESCO Dolomiten (Projekt Leader) organisiert. Am Projekt sind auch andere renommierte Projektpartner beteiligt, die sich in Meran versammelt haben:
Neben der Universität Innsbruck (Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus), der Standortagentur Tirol (Tirol Werbung) sowie der Forschungsgesellschaft Salzburg Research widmen sich die Gemeinde Santorso und der Italienische Alpenverein CAI Alpago dem nachhaltigen Schutz, der Förderung und Entwicklung des einzigartigen Natur- und Kulturerbes im Alpenraum und entwickeln einheitliche Leitlinien, Kommunikationsformen und Standards für den inklusiven Tourismus für alle.

„Mit den neuen Technologien (VR–Virtuelle Realität, Chatbot, App, Parkplatzsensoren) etabliert GATE den Begriff des inklusiven Tourismus in Welterbegebieten, im Alpen und Voralpenraum und ermöglicht dadurch intensive Reiseerlebnisse für alle Menschen, unabhängig von physischen und sprachlichen Barrieren oder Behinderungen“, begrüßte der Präsident von independent L. Enzo Dellantonio die internationale Delegation.
Diesem Aspekt schließt sich auch die Projektleiterin der Stiftung Dolomiten UNESCO Fabiana Polli an: „Das Dolomiten Welterbe soll allen gehören. Um das zu ermöglichen, ist inklusiver Tourismus wesentlich. Im GATE hat die Stiftung das ideale Team gefunden, um dieses unentbehrliche Ziel zusammen zu verfolgen.“
„Meran möchte eine offene und inklusive Stadt sein, auch im Bereich des Tourismus. Umso mehr freuen wir uns über dieses Projekt, dass auch für unsere Kurstadt wertvolle Erkenntnisse liefert", sagte Vizebürgermeister Andrea Rossi, der die Stadtregierung bei dem Projektmeeting vertrat.

Im Rahmen des Projekts werden in den teilnehmenden Regionen durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und entsprechenden staatlichen Beiträgen auch konkrete Standortprojekte durchgeführt.

In Südtirol entwickelt independent L. am Pilotstandort Geoparc Bletterbach in Aldein mehrere Aufwertungsmaßnahmen. So werden:

- besondere IT Tools und multimediale Inhalte für ein inklusives Erlebnis für alle Besucher programmiert;
- die bestehende App „Parkplatzfinder“ von Südtirol für alle mit der Funktion „frei/besetzt“ erweitert, wofür die ersten Parkplatzsensoren in der Provinz Bozen
- Südtirol installiert werden und
- im Besucherzentrum Geoparc Bletterbach wird als neue Attraktion eine virtuelle Realitätserfahrung (VR) eingerichtet, welche es mit einer 3D-Brille erstmals ermöglicht, die Bletterbachschlucht als Teil des Welterbes Dolomiten digital zu erleben. Dadurch wird der einzigartige Canyon auch für Besucher mit Mobilitätsbehinderungen, Senioren oder Familien mit Kinderwagen erlebbar.

Gruppenfoto Projekt Gate

Am 25. Oktober 2019, Tag 2 des Projektmeetings, fand die Besichtigung der Südtiroler Pilotstätte Geoparc Bletterbach statt. Nach einer Führung durch die Ausstellungsräumlichkeiten wurde der PR-Trailer für die virtuelle Realität (VR) präsentiert, alle Teilnehmer konnten die neue virtuelle Besuchererfahrung erleben und danach die Pilotstätte Bletterbachschlucht live besichtigen.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei Dr. Günther Ennemoser – Projektleiter GATE bei independent L.